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| Frühling in Alcalá |
Montag, 9. Mai 2011
Sonntag, 24. April 2011
Semana Santa
Ostern ist in Spanien ein wichtiges Fest und wird traditionell die ganze Semana Santa (Heilige Woche) über mit Prozessionen gefeiert. Leider hat es die Feierlichkeiten laut Bekannten von mir schon seit ein paar Jahren jedesmal komplett verregnet. Dieses Jahr war da keine Ausnahme und viele Prozessionen mussten abgesagt werden, um die Jesus- und Marienfiguren vor dem Regen zu schützen. Freitag Abend war das Wetter dann ein paar Stunden lang stabil und ich bin mit der Kamera losgezogen, um mir anzusehen, wie das hier in Spanien so abläuft. Es war gar nicht so einfach, überhaupt bis zum Hauptplatz zu gelangen, weil gerade drei Prozessionen gleichzeitig stattgefunden haben und einfach überall Menschen waren. Dementsprechend schwer war es auch, Fotos zu machen auf denen man so halbwegs was sieht. Ich hab's auf jeden Fall versucht:
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| Semana Santa |
Den Brauch mit dem Osterhasen gibt es hier in Spanien übrigens nicht. Man sieht zwar in den Konditoreien Schokohasen und -eier, aber soweit mir gesagt wurde werden die spanischen Kinder am Ostersonntag nicht beschenkt. Ich hab' dank Mama trotzdem ein Osternest bekommen :-) Einer deutschen Bekannten von mir hat ihre Mutter per Post eines geschickt, das dürfte aber etwas schiefgelaufen sein, weil die gute Frau echte Eier mit eingepackt hat... Tja, man lernt nie aus.
Montag, 18. April 2011
Porto
Dankenswerterweise hat der Schutzpatron unserer Fakultäten Thomas und mir letzte Woche ein verlängertes Wochenende beschert, das wir in der portugiesischen Stadt Porto verbracht haben.
Am ersten Tag sind wir bei strahlendem Sonnenschein und 28°C (Kommentar der Supermarktverkäuferin: "Sonnencreme?? Haben wir erst ab Mitte Mai!") fleißig durch die Stadt marschiert und haben uns so ziemlich alles angeschaut, was es laut Touri-Prospekt so zu sehen gab. Mich hat überrascht, dass viele Gebäude ziemlich alt und heruntergekommen waren, aber Charme hat Porto auf jeden Fall. Und die mit Fliesen verzierten Fassaden, die ich schon aus Lissabonn kannte, haben mich auch diesmal wieder begeistert. Leider haben mir meine Füße den Übereifer und die neuen Sandalen ziemlich heimgezahlt, deshalb sind wir es die folgenden zwei Tage ruhiger angegangen und haben immer wieder lange Pausen eingelegt, um im Park oder am Strand die Seele baumeln zu lassen.
Am ersten Tag sind wir bei strahlendem Sonnenschein und 28°C (Kommentar der Supermarktverkäuferin: "Sonnencreme?? Haben wir erst ab Mitte Mai!") fleißig durch die Stadt marschiert und haben uns so ziemlich alles angeschaut, was es laut Touri-Prospekt so zu sehen gab. Mich hat überrascht, dass viele Gebäude ziemlich alt und heruntergekommen waren, aber Charme hat Porto auf jeden Fall. Und die mit Fliesen verzierten Fassaden, die ich schon aus Lissabonn kannte, haben mich auch diesmal wieder begeistert. Leider haben mir meine Füße den Übereifer und die neuen Sandalen ziemlich heimgezahlt, deshalb sind wir es die folgenden zwei Tage ruhiger angegangen und haben immer wieder lange Pausen eingelegt, um im Park oder am Strand die Seele baumeln zu lassen.
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| Porto |
Montag, 4. April 2011
Mama-Besuch
Meine Freundin Ragnhildur hat mal gemeint einer der besten Aspekte des Auslandsstudiums seien die Besuche von zu Hause und nachdem Mama gerade bei mir in Alcalá war, kann ich das bestätigen :-)
Resumee einer schönen Woche: drei Ausflüge nach Madrid, einer zur königlichen Residenz in Aranjuez, ein Museumsbesuch, eine lange Nacht der Kultur in Alcalá, gute Gespräche, ein wunderbarer Sprachen-Mischmasch (Deutsch mit Mama, Spanisch mit Bea, Englisch mit Mama und Bea), viele Restaurant- und Kaffeehausbesuche, und natürlich nicht zu vergessen die heiß ersehnten Semmelknödel mit Schwammerlsauce und als Nachspeise original Waldviertler Mohnzuzler. Was will man mehr?
Resumee einer schönen Woche: drei Ausflüge nach Madrid, einer zur königlichen Residenz in Aranjuez, ein Museumsbesuch, eine lange Nacht der Kultur in Alcalá, gute Gespräche, ein wunderbarer Sprachen-Mischmasch (Deutsch mit Mama, Spanisch mit Bea, Englisch mit Mama und Bea), viele Restaurant- und Kaffeehausbesuche, und natürlich nicht zu vergessen die heiß ersehnten Semmelknödel mit Schwammerlsauce und als Nachspeise original Waldviertler Mohnzuzler. Was will man mehr?
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| Mama zu Besuch in Alcalá |
Dienstag, 15. März 2011
Das Spanische ist dem Englischen sein Tod
Ich bin mittlerweile schon öfter gefragt worden, wie es denn mit meinem Spanisch so voran geht und wusste nie so recht, was ich antworten soll - immerhin ist es echt schwierig, sowas selbst einzuschätzen. Mittlerweile hab' ich mich ein bissl selbst beobachtet und dabei ertappt, dass ich
Was allerdings mein Englisch betrifft, sehe ich schwarz. Ich glaube es reicht, wenn ich sage, dass mir beim Englisch-Stammtisch letztens das Wort "make up" nur auf Spanisch eingefallen ist und ich es dann - im Bemühen, mich trotzdem auf Englisch auszudrücken - umschrieben habe mit "Ähhhm.... painting... in the face... you know?"
- bei englischen Filmen im Kino oder im Unterricht automatisch die spanischen Untertitel lese, um gut mitzukommen
- in englischen Konversationen nicht mehr Deutsch-Englisch, sondern Spanisch-Englisch denke
- vom Englischen ins Spanische wechseln muss, sobald es um tiefgründigere Themen geht.
Was allerdings mein Englisch betrifft, sehe ich schwarz. Ich glaube es reicht, wenn ich sage, dass mir beim Englisch-Stammtisch letztens das Wort "make up" nur auf Spanisch eingefallen ist und ich es dann - im Bemühen, mich trotzdem auf Englisch auszudrücken - umschrieben habe mit "Ähhhm.... painting... in the face... you know?"
Montag, 14. März 2011
Valencia
Freitag Früh bin ich mit Thomas zu einem Kurzurlaub nach Valencia aufgebrochen. Leider hat es dort in Strömen geregnet und so haben wir den ersten Stadtrundgang am frühen Nachmittag abgebrochen, um unsere Schuhe wieder so halbwegs trocken zu föhnen und uns auszuruhen. Nachdem das Hostal wieder mal keine Heizung hatte, war der Föhn unsere einzige Wärmequelle und der hat nach kurzer Zeit wegen Überlastung den Geist aufgegeben. Ja, kalt wars... Und laut übrigens auch - in Valencia sind nämlich derzeit "fallas", ein Fest, das einmal jährlich stattfindet und schon vor dem Höhepunkt des Geschehens (15. - 19. März) lautstark mit Böllern gefeiert wird. Ab dem 15. März werden dann die "fallas" aufgestellt, riesige Figuren aus Holz und Pappmaché, die Künstler und Handwerker in mühevoller Arbeit schon Monate vorher gebastelt haben. Laut wikipedia können die größten die Höhe eines Hauses erreichen, mehr als 10 Tonnen wiegen und bis zu 100.000€ kosten. Insofern könnte es Nicht-Spaniern vielleicht etwas eigen vorkommen, dass diese teuren Kunstwerke zum Ende der Festivitäten am 19. März alle bis auf die schönste verbrannt werden - aber in einem Land, das zu seinen berühmtesten Festen eine öffentliche Massen-Tomatenschlacht (die "tomatina" in Buñol) zählt, sollte einen sowas auch nicht mehr wundern.
Wir haben uns das eigentliche Spektakel der fallas jedenfalls gezielt entgehen lassen, um die Stadt ohne Menschenmassen genießen zu können - die eine oder andere Figur haben wir aber trotzdem zu Gesicht bekommen (siehe Fotos).
Am Samstag waren wir in der "Ciudad de las Artes y las Ciencias". Allein architektonisch ist dieses Wissenschafts- und Kulturzentrum extrem beeindruckend und daher zu Recht eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Valencias. Wir haben uns ein Kombiticket für das Oceanográfico, das größte Aquarium Europas, und das Wissenschaftsmuseum besorgt und waren - diesmal trockenen Fußes - den ganzen Tag dort unterwegs.
Am Sonntag hat sich die Sonne dann endlich mal so richtig blicken lassen und so sind wir zum Strand aufgebrochen - um eine gefühlte Ewigkeit später herauszufinden, dass der Weg zu Fuß doch viel weiter ist als er auf der Karte aussieht. Immerhin wurden wir dann mit einem wirklich tollen langen Sandstrand bei perfektem Wetter belohnt und konnten unseren Kurztrip schön ausklingen lassen.
Wir haben uns das eigentliche Spektakel der fallas jedenfalls gezielt entgehen lassen, um die Stadt ohne Menschenmassen genießen zu können - die eine oder andere Figur haben wir aber trotzdem zu Gesicht bekommen (siehe Fotos).
Am Samstag waren wir in der "Ciudad de las Artes y las Ciencias". Allein architektonisch ist dieses Wissenschafts- und Kulturzentrum extrem beeindruckend und daher zu Recht eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Valencias. Wir haben uns ein Kombiticket für das Oceanográfico, das größte Aquarium Europas, und das Wissenschaftsmuseum besorgt und waren - diesmal trockenen Fußes - den ganzen Tag dort unterwegs.
Am Sonntag hat sich die Sonne dann endlich mal so richtig blicken lassen und so sind wir zum Strand aufgebrochen - um eine gefühlte Ewigkeit später herauszufinden, dass der Weg zu Fuß doch viel weiter ist als er auf der Karte aussieht. Immerhin wurden wir dann mit einem wirklich tollen langen Sandstrand bei perfektem Wetter belohnt und konnten unseren Kurztrip schön ausklingen lassen.
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| Valencia |
Sonntag, 6. März 2011
La buena vida
Momentan fühle ich mich richtig wohl hier, weil ich in den letzten Wochen die Unipflichten auf das absolut notwendige Arbeitspensum reduziert und so gelebt habe, wie ich mir meinen Erasmus-Aufenthalt vorstelle: viele Gespräche, noch viel mehr gutes Essen, Ausflüge und Kultur.
Am Donnerstag wollte ich mit einem Studienkollegen was trinken gehen und nachdem der gleich noch sieben Freunde mitgenommen hat, saß ich dann plötzlich mit acht spanischen Burschen an einem Tisch, hab' ihnen beigebracht auf Deutsch ein Bier zu bestellen und ihnen österreichische Zungenbrecher aufgesagt.
Gestern war ich mit Theresa in Madrid unterwegs. Zuerst haben wir uns im Museum Reina Sofia Kunst von Picasso, Dalí und Co angeschaut, waren dann in einem Restaurant und anschließend im Kino, um "The king's speech" auf Spanisch zu sehen. Danach hatten wir immer noch nicht genug von Madrid und sind losgezogen, um Cocktails trinken zu gehen. Inklusive Fahrt waren wir insgesamt zwölf Stunden unterwegs und hatten wirklich Spaß.
Heute war ich mit Theresa und Bea bei einem Flamenco-Event, das anlässlich des bevorstehenden Weltfrauentages veranstaltet wurde. Also ich muss sagen die Musik halte ich nicht ewig aus - zu klagend und dramatisch - aber sowohl Gesang als auch Tanz strahlen eine Kraft aus, die mich echt beeindruckt hat. Großen Respekt hat auch die älteste Dame der Gruppe verdient, die mit geschätzen siebzig Jahren auf der Bühne stand und getanzt hat als wäre sie mindestens zwanzig Jahre jünger. Schön war's...
Am Donnerstag wollte ich mit einem Studienkollegen was trinken gehen und nachdem der gleich noch sieben Freunde mitgenommen hat, saß ich dann plötzlich mit acht spanischen Burschen an einem Tisch, hab' ihnen beigebracht auf Deutsch ein Bier zu bestellen und ihnen österreichische Zungenbrecher aufgesagt.
Gestern war ich mit Theresa in Madrid unterwegs. Zuerst haben wir uns im Museum Reina Sofia Kunst von Picasso, Dalí und Co angeschaut, waren dann in einem Restaurant und anschließend im Kino, um "The king's speech" auf Spanisch zu sehen. Danach hatten wir immer noch nicht genug von Madrid und sind losgezogen, um Cocktails trinken zu gehen. Inklusive Fahrt waren wir insgesamt zwölf Stunden unterwegs und hatten wirklich Spaß.
Heute war ich mit Theresa und Bea bei einem Flamenco-Event, das anlässlich des bevorstehenden Weltfrauentages veranstaltet wurde. Also ich muss sagen die Musik halte ich nicht ewig aus - zu klagend und dramatisch - aber sowohl Gesang als auch Tanz strahlen eine Kraft aus, die mich echt beeindruckt hat. Großen Respekt hat auch die älteste Dame der Gruppe verdient, die mit geschätzen siebzig Jahren auf der Bühne stand und getanzt hat als wäre sie mindestens zwanzig Jahre jünger. Schön war's...
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| Madrid und Flamenco-Show |
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